Dienstag, 29. Juli 2008
Neue Fotos
Montag, 28. Juli 2008
Süden
Nach Vík ist der grüne Streifen zwischen dem Meer und den Bergen eine Weile recht schmal, erst beim Seljalandsfoss öffnet sich die große Ebene im Süden, die relativ dicht besiedelt ist. Hier sieht man den Vulkan Hekla und eine Menge Berge, die ich nicht kenne. Und nach einer weiteren Stunde Fahrzeit habe ich mein Ziel erreicht, das Dorf Hella.
Freitag, 25. Juli 2008
Kleinur
Heute war Backtag. Nach unserem Mittagsausritt fingen wir an, Kleinur zu backen. Das sind solche frittierten Teigkringel, die man hier zum Kaffee isst. Und da dauernd Besuch kommt, sollte man ein paar Tüten davon in der Gefriertruhe haben. Kristín erkannte schnell mein Talent, die Kleinur langsam ins heiße Öl gleiten zu lassen und sie im richtigen Moment umzudrehen und herauszuholen. Währenddessen bereiteten sie noch einen Blechkuchen und jeweils zwei Bleche Zimtschnecken mit Rosinen und mit Schokolade vor. Es waren mindestens sechs Bleche Kleinur und jetzt fühle ich mich auch frittiert. Aber lecker! :-)Im Stall sagte Aggi, der hier über den Sommer arbeitet, dass er Waffeln zum Kaffee haben wollte. Ich machte Apfel-Waffeln, die auch ohne jegliches Rezept gut gelangen. Kristín hatte inzwischen festegestellt, dass Lárus gerade seine letzte Windel trug und da bestand natürlich dringender Handlungsbedarf. Wir beschlossen, den Einkauf mit einem Schwimmbadbesuch zu verbinden und so machten Aggi, Ingibjörg, Lárus, Svanhildur und ich uns auf dem Weg ins 25 km entfernte Kirkjubæjarklaustur. Dort wollten wir zuerst bei Kristíns Schwester Fanney eine Windel ausleihen und dann Schwimmen gehen. Allerdings hatte Fanneys Kindermädchen Valgerður gerade einen großen Schokoladenkuchen gebacken, den mussten wir natürlich probieren. Nach dieser Völlerei – Eis, Waffeln und Kuchen – war das Schwimmbad genau das richtige. In Island werden Freibäder durch die Erdwärme beheizt, und die Leute gehen auch bei Temperaturen schwimmen, bei denen das bei uns keiner tun würde. Lárus amüsierte sich köstlich und ich versuchte ein paar Bahnen zu schwimmen (leider habe ich vergessen zu zählen), während Valgerður Aggi über die Jugendszene und die aktuellen Liebesgeschichten des Ortes informierte. Auf dem Rückweg kauften wir noch einen Berg Windeln und Zutaten für die Kuchen der nächsten Tage. Als wir müde und zufrieden ankamen, brauchte ich kein Abendessen mehr, anscheinend war ich nicht genug geschwommen.
Mittwoch, 23. Juli 2008
...
http://www.flickr.com/photos/27985660@N03/sets/72157606329490060/
Sonntag, 20. Juli 2008
Ísland
Eine sehr nette deutsche Familie, in einem 30 Jahre alten VW-Bus unterwegs und irgendwie verwandt mit Freunden in Südisland, hat mich auf der Fähre eingeladen, zwei Tage mit ihnen im Osten zu verbringen und Papageientaucher zu beobachten. Zunächst fuhren wir in den Borgafjörður und sahen tatsächlich Papageientaucher, die leider auf Island immer seltener werden. Auf dem Campingplatz spielten die Kinder stundenlang auf einem Erdhaufen und erzählten von Trollen, Elfen und Wikingern als sie zurück kamen.
Am nächsten Tag regnete es und das Tal lag im Nebel. Wir fuhren deshalb nachmittags weiter in Richtung Süden und fanden abends eine wunderbare Stelle zum Campen. Der nächste Morgen brachte strahlenden Sonnenschein, so dass wir auf der weichen Mooswiese zwischen Felsbrocken ewig frühstückten, die Kinder sammelten massenhaft glitzernde Steine an einem Schotterhang. Auf der weiteren Fahrt hielten wir noch an der Geltscherlagune (Jökulsárlón). Abends erreichten wir schließlich den Hof, der mein erstes Ziel war: Syðri-Fljótar im Meðalland, bei Kirkjubæjarklaustur. Der fantastische Gletscherblick auf den Mýrdalsjökull macht mich immer ganz ruhig. Jetzt geh ich raus zum reiten!